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Kwa heri

Wir verabschieden uns von ihm dort, wo von der Straße aus der Weg aus roter Erde in den Bananenwald hineinführt, unter den mächtigen Bäumen, die in den Himmel zu streben begonnen hatten, als sein Urgroßvater hier lebte, ein großer Krieger in jener Zeit, als die Deutschen das Land unterwarfen. Damals wurde unter diesen Bäumen den Göttern gehuldigt, jetzt versammelt uns die Ordensschwester zu einem Abschiedssegen.

Wir stellen uns in einen Kreis, zehn Hände auf den Schultern des Nachbarn. Wind raschelt in den Bananenblättern. Die Ordensschwester dankt für unsere Begegnung, bittet um die Kraft, dass wir unsere Wege in eine vielleicht bessere Welt weitergehen, dass die Liebe und die Achtung zwischen uns bewahrt bleibe.

Dann verabschieden wir uns von ihm, ich spüre, wie sich das Brillenetui in seiner Hemdtasche gegen meine Brust drückt und ich ihn, den ich erst seit wenigen Tagen persönlich kenne, vermissen werde. Seinen unerschöpflichen Humor. Seine Gelassenheit. Seine zutiefst afrikanischen Ausrufe „ah-haaa!“, „ihhhhh!“, „ehhhhh!“. Seine Gabe, zwischen Sprachen, Kulturen, Interessen klug übersetzen zu können. Seine Entschlossenheit, in einer Zeit, als er sich bereits auf den Hof seiner Vorväter – ihre Gebeine liegen zwischen den Bananenbäumen und Kaffeesträuchern – zurückgezogen hat, nochmals einzusetzen für das langjährige, nun schwankende Projekt, von dem doch die Menschen, die Böden, die Umwelt profitieren.

Ich erwarte nicht, dass wir uns noch einmal wiedersehen werden. Als wir ihn zwischen den Bäumen zurücklassen, steige ich ganz hinten im Auto ein. Ich möchte nicht, dass, während zuerst er zwischen den im Wind schwankenden Blättern verschwindet, dann die heiligen Bäume, schließlich die rote Erde Afrikas zurückbleiben, jemand meine Tränen sieht.

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